Jochen bei der Preisübergabe

Ich habe gewonnen!

Ok, jetzt keinen Laufwettbewerb. Das werde ich, sehr wahrscheinlich, niemals. Dafür bin ich einfach zu langsam. Und trotzdem: Ich habe gewonnen undzwar bei einem Wettbewerb, der Anfang des Jahres von den Firmen Bunert und Brooks veranstaltet wurde, bei dem man seine Laufziele für das Jahr beschreiben sollte und die Motivation, die dahinter steckt.

Und das habe ich getan und wurde als einer von fünf Gewinnern ausgewählt. Ich darf mich jetzt Localrunhero nennen. Der Wahnsinn in Tüten.

Mein Preis besteht aus einem Trainingsplan für meine Laufziele, einer Laufausrüstung und natürlich dem öffentlichen Druck meine Ziel im Internet veröffentlicht zu sehen und dementsprechend daran gemessen zu werden. Toll.

Nein, mal ehrlich. Ich habe noch nie was richtiges gewonnen, außer einem nicht angespitzten Bleistift bei einer Schultombola. Das ist für mich schon was Besonderes und die Nachricht über die Auswahl hat mich zu einem kleinen Freudentänzchen verleitet (es gibt zum Glück keine Bewegtbilder davon).

Was habe ich mir für dieses Jahr lauftechnisch vorgenommen?

Ich will in diesem Jahr durch kontinuierliches Laufen mehr Kalorien verbrennen, als ich durch den Verzehr von Kartoffelchips zu mir nehme. Ach ja, und wenn ich durch diesen Trainingsaufwand in die Lage versetzt werde einen Halbmarathon in einer Zeit von unter 1:50 Stunden zu beenden, dann soll das für mich auch ok sein.

Was das Ziel mit den Kartoffelchips angeht, da bin ich guter Dinge. Stand heute habe ich den Gegenwert von 65 Chipstüten abtrainiert, was bedeutet, dass ich in diesem Jahr einen Schnitt von vier Tüten pro Woche hätte verkonsumieren müssen, um das auszugleichen und so groß ist meine Chipsliebe nun auch wieder nicht. Leider gibt es auch noch andere Lebensmittel, deren Verzehr ich als durchaus genussvoll bezeichnen würde und die gerne ihren Weg direkt auf meine Hüften finden. Mein Ziel bezieht sich aber nur auf die Kartoffelchips und da sieht es ganz gut aus. ;-)

Was die 1:50 Stunden als Halbmarathonzielzeit angeht, da sieht es schon etwas anders aus. Das Ziel würde ich zumindest als ambitioniert bezeichnen. Meinen ersten Halbmarathon habe ich im letzten Jahr mit einer Zeit von 1:58:56 Stunden abgeschlossen. Ich will mich also um fast 9 Minuten verbessern. Bis zum Wettkampf im Oktober habe ich also noch einiges zu tun.

Wie sieht mein Weg dorthin aus?

Zum Einen gehört zu meinem Gewinn ja ein individueller Trainingsplan, den Gernot und Uwe von Bunert Neuss mir auf den Leib schneidern werden. Das bedeutet für mich vor allen Dingen, dass ich mein Training nach Bauchgefühl gegen einen strukturierten Plan eintauschen muss. Eine echte Herausforderung.

Neben diesem Training habe ich zwei Wettkämpfe auf dem Weg nach Köln platziert. Da wäre zuerst am 02. Juni ein Staffelmarathon in Duisburg, bei dem ich die Farben der Evangelischen Kirche im Rheinland, in der Sonderwertung Deutsche Kirchenmeisterschaft, vertreten werde. Stand heute werde ich den 14km langen, dritten Abschnitt für mein Team bestreiten. Knapp vier Wochen später trete ich dann bei meinem Heimrennen, dem Citylauf in Grevenbroich, an. Dort plane ich die 10km zu laufen. Wenn da die 50 Minuten als Zielzeit fallen, dann wäre das auch noch ganz schön.

So, jetzt ist es raus. Meine Ziele sind bekannt. Von nun an gibt es kein zurück mehr. Bis dahin heißt es laufen, laufen und noch einmal laufen und dabei den Spaß nicht vergessen und der Versuchung widerstehen jeden gelaufenen Kilometer wieder durch den Verzehr von Kartoffelchips auszugleichen.