Seit meiner frühsten Kindheit habe ich Sport getrieben.

Am Anfang nannte man das noch Toben, dann kamen erste Versuche die unkoordinierten Bewegungen in eine erkennbare Sportart zu verwandeln, was sich dann Fußball nannte, aber eher selten so aussah. Später dann habe ich alles ausprobiert, was mit Wasser oder einem Ball zu tun hatte, aber immer schön getrennt, also nie Wasser und Ball zusammen, ich bin ja nicht wahnsinnig.

Große Freude bereitet haben mir Fußball, Tischtennis und Volleyball. Mit dem Beginn meines Studiums habe ich dann meine sportlichen Aktivitäten fast auf Null zurück gefahren, worüber meine Waage nicht so sehr erfreut war. Sie hatte mehr Arbeit zu verrichten. Dies sollte, bis auf kleine Unterbrechungen, für die nächsten 20 Jahre ein trauriger Zustand bleiben.

Im Spätsommer 2016 dann wurde ich von meiner Frau freundlich motiviert mich wieder etwas mehr sportlich zu betätigen und zwar in der Form des schnelleren Laufens, im Volksmund auch Joggen genannt. Seit diesen Tagen nun schnüre ich regelmäßig meine Schuhe und begebe mich auf mehr oder weniger lange Runden und erkunde dadurch meine Wahlheimat Kapellen.

Was bedeutet mir das Laufen? Zum einen fördert es meine Gesundheit. Ich habe seit diesen Tage schon das einen oder anderen Kilogramm abgenommen, bin auch sonst agiler geworden und erhoffe mir auch die eine oder andere Zivilisationskrankheit aufzuschieben oder gar zu vermeiden. Laufen hat aber auch eine psychische Wirkung. Nach wenigen Kilometer geht das Bewusstsein in eine Art Sparmodus. Diese Stille im Hirn ist etwas wundervolles, das sich nur schwer beschreiben lässt. Hinzu kommen die Glücksgefühle, die den Körper durchströmen. Und dann ist da auch noch die spirituelle Komponente des Laufens. Jeder Schritt ist für mich ein großes Dankeschön an meinen Schöpfer, eine Form der Anbetung Gottes. Ich laufe zum Teil sehr bewusst in dieser Haltung. Ich bin gespannt wo mich die wieder gewonnene Freude an der sportlichen Betätigung noch hinführt.

Es gibt sicherlich noch weitere Aspekte, auf deren Entdeckung ich mich sehr freue.

Seit dem Sommer 2018 nehme ich auch an offiziellen Wettkämpfen teil, so mit Startnummer, Zeitnahme und Menschen, die am Straßenrand stehen. Hier sind die Ergebnisse:

  • 22.06.2018: Citylauf Grevenbroich, 10km, 55:33
  • 07.10.2018: Marathon Köln, Halbmarathon, 1:58:56
  • 02.06.2019: Staffelmarathon Duisburg + Sonderwertung Deutsche Kirchenmeisterschaft, Teilstück ca. 14km, Teamzeit 03:49:49

Unter der Kategorie Wade und Krampf findet ihr meine Erelbnisse rund um das Thema Sport.